Ganz schön heiß hier: Andalusien 2016

Bericht von der Andalusienreise Juli 2016

Bericht und Bilder von Alissa Geffert

In Andalusien herrschten hitzige Temperaturen. Es war sogar so heiß, dass Herr Gerke uns den ganzen Teller voll Melone entriss, obwohl wir ihm nur ein Stück anbieten wollten. Aber wir lernten, uns dem mediterranen Klima anzupassen und übernahmen den andalusischen Brauch der Siesta, die schon einmal 5-6 Stunden dauern kann. Abends starteten wir dann unsere Erkundungstouren.

Granada, als Anfang unserer Rundreise, lebt vom orientalischen Flair, wie wir es am besten an der Alhambra, dem Wahrzeichen Granadas (und der Biermarke Andalusiens), erkennen konnten. In der Stadtburg befinden sich viele Gärten mit plätschernden Brunnen oder auch die malerischen Palastgebäude, die man sonst nur aus Historiendramen kennt.
Ein anderes Beispiel in der Reihe bekannter Weltkulturerben war die Moschee-Kathedrale in Córdoba, die zu den einzigartigsten Gebäuden der Welt zählt. Dort wurde tatsächlich inmitten einer Moschee eine christliche Kathedrale errichtet. Was für ein Bild des Zusammenstoßens beider Religionen. Wichtig zu wissen ist, dass für den Bau der Kathedrale Teile der Moschee rigoros zerstört wurden.

Aber wir wollten ja nicht nur die allgemein anerkannten Sehenswürdigkeiten besichtigen. Daher warfen wir selbst einen Blick auf die Karte und wählten die „Isla Mágica“ für eine nächtliche Erkundungstour. Angekommen nach einem 45-minütigen Marsch, standen wir dann vor einer Verkehrsinsel.

In Sevilla besichtigten wir aber nicht nur Verkehrsinseln, sondern auch den Alcázar von Sevilla, einen mittelalterlichen Königspalast, der so orientalisch ist, dass er als Drehort für so manche Filmproduktion diente, z.B. für „Game of Thrones“.
Letzter Standort war Cádiz, die älteste Stadt Europas, umgeben von Meer und wir konnten bei den erschlagenden Temperaturen ins Wasser springen. Das Hostel, in dem wir untergebracht waren, weihte seine Bar auf der Dachterrasse ein und so befanden wir uns eines Abends inmitten Einheimischer und Reisender über den Dächern von Cádiz. Einen Ausflug haben wir zu verschiedenen Küstenorten gemacht, unter anderem zum Cabo de Trafalgar, in dem die Schlacht von Trafalgar im Jahr 1805 stattfand.

Auch Gibraltar haben wir besichtigt, das uns die Folgen des nun kommenden Brexits direkt vor Augen führte, denn einigen Schülern war es nicht erlaubt, ohne Visa die Grenzen zu überschreiten, um das bekannte „Property of United Kingdom“ zu sichten. Der berüchtigte Gibraltar-Felsen mit seinen klauenden Affen sah auch von unten gewaltig aus, denn so optimistisch wie wir auch waren, war es uns am Ende aus Zeitgründen doch nicht möglich hinauf zu gondeln um einen Blick auf Marokko zu erhaschen.

Insgesamt war die Reise nach Andalusien ein sehr wertvolles Erlebnis. Wir haben verschiedene Orte kennengelernt und etwas über die Geschichte und das Leben der von Spanien autonomen Andalusier erfahren. Ein kulturelles Gut der Spanier, die Siesta, werden viele von uns sicherlich auch noch weiterhin praktizieren.

Vielen Dank Herr Gehlen und Herr Gerke!